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24.04.2017

TUSEM mit starker Leistung zum Heimsieg – Schon am Sonntag in Lübbecke

Der TUSEM Essen hat in der 2. Handball-Bundesliga einen wichtigen Heimsieg gefeiert. Gegen die HSG Nordhorn-Lingen setzte sich die Mannschaft von Trainer Stephan Krebietke mit 27:25 (14:13) durch und sammelt damit zwei weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Der Jubel war groß nach dem Spiel, die Stimmung bei der „Humba“ mit den Fans dementsprechend ausgelassen. Der TUSEM zeigte eine starke Leistung gegen den Tabellenachten und verdiente sich somit den Sieg. Von Beginn an legten beide Mannschaften ein hohes Tempo an den Start, die ersten Minuten gehörten aber den Essenern. Ballgewinne hinten und eiskalte Abschlüsse vorne brachten eine 4:1-Führung (4.). Doch die Gäste aus Niedersachsen ließen das nicht auf sich sitzen und suchten nach der passenden Antwort. Gefährlich wurde es meist dann, wenn Alexander Terwolbeck am Ball war und seinen dynamischen Rückraumspieler Patrick Miedema fand. So drehte die HSG das Ergebnis und führte 8:7 (14.). Der TUSEM wehrte sich aber. Mit Kampf, Willen und Leidenschaft bogen die Gastgeber das Ergebnis wieder um und wollten es nicht mehr hergeben. In einem ausgeglichenen Spiel konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen und so schien es mit einem Unentschieden in die Pause zu gehen. Aber TUSEM-Kapitän Michael Hegemann setzte noch einen drauf: Zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff holte er kurz vor der Mittellinie aus und überraschte HSG-Keeper Björn Buhrmester. Der Ball landete im Tor! Sinnbildlich für die Leistung der Essener: Mit Mut, Selbstvertrauen und der nötigen Portion Risiko.

Auch Halbzeit zwei begann schwungvoll. Nachdem Nordhorn-Lingen schnell wieder in Führung lag, erwischte der TUSEM eine starke Phase. Satte zehn Minuten lang blieben die Hausherren ohne Gegentor, was vor allem an den beiden robusten Jonas Ellwanger und Dennis Szczesny lag. Aber auch alle anderen Essener packten mit an und belohnten sich dafür. Nach clever ausgespielten Angriffen stand es plötzlich 24:17 (48.). Die 2312 Fans in der Halle „Am Hallo“ sorgten für eine tolle Handball-Atmosphäre und trieben ihre Lieblinge an. Paraden von Carlos Donderis Vegas und eine stabile Abwehr brachten die Gäste fast schon zur Verzweiflung, während sich der TUSEM nicht mehr vom Weg abbringen ließ. Auch Maurice Meurer und Sezgin Sayin durften diesmal einige Spielminuten sammeln und halfen zum Sieg bei. Sayin konnte sich bei seinem Debüt sogar als Torschütze eintragen. Letztendlich war es ein rundum gelungener Abend für die Essener, die auf dem Weg in Richtung Klassenerhalt den nächsten Schritt gemacht haben.

„Die Erleichterung ist auf jeden Fall groß. Es war ein ganz wichtiges Spiel für uns. Wir haben viel weniger technische Fehler gemacht und sind super in die Gegenstöße gekommen. Unsere Abwehr stand gut, das ist auch elementar wichtig“, sagte Malte Seidel, der seinen Bruder Lasse als Gegenspieler hatte. „Ehrlich gesagt, ist es ganz schlimm gegen ihn zu spielen. Auch auf der Playstation spiele ich nicht gerne gegen ihn“, schmunzelt der Essener. Sein Bruder Lasse war bei der HSG mit sieben Toren der beste Schütze.

Zufrieden war auch Trainer Stephan Krebietke nach der Partie: „Es war ein guter Auftritt. Wir sind super ins Spiel gekommen, haben dann aber eine Phase gehabt, in der wir einfache Tore kassiert haben. Aber die haben wir gut überstanden und insgesamt waren die Jungs einfach stabil. Carlos war ein wichtiger Faktor, aber auch Sezgin hat es super gemacht. Maurice hat auch gut geholfen, das freut mich für die Beiden. Wir haben alles gut gelöst und hatten die richtigen Antworten. Auf Grund unserer Situation war es ein wichtiger Heimsieg.“

Schon am Sonntag beim Tabellenführer

Allzu lange kann der TUSEM aber nicht feiern, denn schon am Sonntag (17 Uhr, Merkur-Arena) steht die schwere Aufgabe beim Tabellenführer TuS N.-Lübbecke an. „Wir müssen schnell wieder nach vorne gucken. In dieser Liga ist in jedem Spiel etwas möglich. Wir wollen ein gutes Spiel machen. Wir wissen, was auf uns zukommt, aber wir glauben daran, dass mit einem guten Spiel von uns etwas möglich ist“, blickt Krebietke voraus.

Der Erstliga-Absteiger ist auf dem besten Weg, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Die Ostwestfalen haben eine starke Mannschaft mit Erstliga-Format und mit Torhüter Peter Tatai (Ungarn) und Tim Remer (Holland) zwei Nationalspieler in ihren Reihen. Für den TUSEM gilt es vor allem aber auch Pontus Zettermann im Auge zu behalten, denn der Rückraumspieler erzielte in dieser Saison bereits 174 Tore. Mut machen dürfte aber das Hinspiel, das die Essener mit 31:26 für sich entschieden und damit für eine Überraschung sorgten. Der TUSEM freut sich auf zahlreiche Fans, welche die Mannschaft beim Spiel im 200 Kilometer entfernten Lübbecke unterstützen.

TUSEM Essen – HSG Nordhorn-Lingen 27:25 (14:13)

TUSEM: Bliß, Donderis Vegas; Beyer (6/3), Ellwanger (4), Hegemann (1), Roosna, Wöss (4), Kintrup (1), Sayin (1), Szczesny (4), Müller, Seidel (4), Meurer, Reißky (2)

HSG: Kaleun, Buhrmester; Verjans (4), Mickal, Miedema (6), Meyer, Fraatz (1), Rooba (1), Terwolbeck (3), de Boer (3), Wiese, Seidel (7/4).

Siebenmeter: 3/3 - 5/4. Zeitstrafen: 2 (+ Disq. gegen Szczesny/60.) - 2.

Schiedsrichter: Dedens/Geckert.

Zuschauer: 2312.


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